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SEO Paranoid – Wie vorsichtig kann man sein?

Mittlerweile weiß ich, dass es viel mehr Menschen getroffen hat als ich dachte. Warum verbrennt Google Massenweise Webseiten, Domains?

Ich will mittlerweile schon gar nicht mehr nach dem Warum fragen. Aber trotzdem warum eigentlich? Wenn ich eine Antwort hätte, würde ich mich darüber auslassen. Auswege aus dem Google Desaster …

Welche Auswirkungen hat dies?

Diese Abstufungen von Domains haben definitiv Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Die Abstufungen bestimmter Domains werden Auswirkungen auf die Linkkraft der einzelnen Domains haben.
Möchte man von diesen Domains überhaupt noch einen Link haben? Soll das ganze jetzt so abschreckend sein, dass bestimmte Leute (SEO’s) keine Projekte mehr machen?

Ich glaube das Ziel werden Sie verfehlen fürchte ich. Man denke nur an Junkies ohne Stoff, die werden nur wenn sie keine Drogen haben, nicht plötzlich clean und suchtfrei. Sorry, für den Vergleich von SEO’s mit Drogenabhängigen 😉

Analyse

Welche IPs, welche Domains, etc. wurden von Google erkannt? Gibt es bestimmte IPs, die besonders betroffen sind? Analysiert euere Projekte, wo könnte es auslesbare Zusammenhänge geben!

Lösungsansätze?

Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, was könnte man in dem Fall machen.

  1. Abwarten und nichts tun und hoffen dass es von selbst besser wird.
  2. Projekt-Domain-Wechsel. Content deindexieren und versuchen das Projekt auf eine Neue Domain hochladen. Dauert bestimmt 2-4 Wochen, je nach Crawlefrequenz.
  3. Content / Seiten zu erstellen, der auf den ersten und zweiten Blick nicht nach SEO aussieht. Dazu würde auch gehören „schlechten“ Quellcode in Kauf zu nehmen. (kann man im Laufe der Zeit immer noch verbessern)
  4. IP Wechsel? (Erfolg sehr fraglich)
  5. Projekt Eigner Wechsel (nur in Kombination mit anderen Punkten!)
  6. Template-Änderungen / Visuelle Änderungen
  7. Verbindungen zwischen den Projekten auflösen, sofern ihr auf euere Projekte verlinkt habt 😉
  8. Ggf. euere Webhosting Tarife überdenken (IP-Wechsel, Hosting Wechsel)
  9. Backlink Profile einzelner Projekte. Analysiert euere Projekte! Gibt es eine Schnittmenge ähnlicher Backlinks? (wenn ja sollten ihr versuchen mehr Diversität an Backlinks in euere Projekte zu bringen; notfalls ähnliche Linktstrukturen abbauen)
  10. Anzahl an Backlinks. Wenn ihr Links löscht, bitte niemals zu viel auf einmal! (langsam, nach und nach) Bitte bedenkt stets mehr neue Links zu schaffen, als ihr an alten verliert.

Neue Projekte

Wie geht man vor, wenn man Projekte mit Penality hat, aber ganz neue Projekte aufbauen möchte.

  1. Neue Projekte ohne Bezug zu bestehenden Projekten aufbauen
  2. Niemals neue Projekte in IP-Reichweite zu den „verbrannten“ Projekten
  3. Generell: legt euch neue Werbekonten an
  4. Keine „kontaminierten“ Konten verwenden.
  5. Social Media Profile. Aufpassen, aus welchen Kontext ihr auf neue Projekte verlinkt. Niemals in auswertbarer Nähe zu bestehenden Projekten.
  6. Neue Domain-Eigner / Impressumsdaten. Wem übertragt ihr euere Projekte?

Was solltet ihr vermeiden?

  • Panik! Panikreaktionen …
  • Häufiger IP-Wechsel! (öfters als 3 Monate)
  • Häufige Domain-Eigner-Wechsel!
  • Einbau von diversen Werbekonten in dem gleichen Projekt; zeitgleich oder zeitlich entkoppelt (ebenso schlecht, durchwechseln von diversen Werbekonten in einem Projekt)
  • Einbau von „verbrannten“ Werbekonten in unbelasteten Projekten
  • Achtet auf die Projektvielfalt unter einer IP. Welche anderen (SEO-)Projekte liegen unter der gleichen IP?
  • Bei Domain Wechsel KEINEN 301 Redirekt machen (z.B. vebrannte Domain verweist auf neue Domain)
  • Projekte zu klonen bdeutet, dass Duplicate Content erkannt werden kann
  • Macht nicht den Denkfehler, dass Google euch mag!

SEO Paranoid

Ich hatte bereits zu meinem SEO Campixx Vortrag SEO Technisch einen Abschnitt über quasi paranoides Verhalten gepredigt. In diesen Zeiten kann man einfach nicht vorsichtig genug sein.
Das bedeutet, wirklich keinerlei Spuren hinterlassen, kein Risiko eingehen! Keine gleichen Domain-Eigner, keine sonstigen DNS Spuren hinterlassen. Idealerweise unter bestimmten IPs keine Satelliten in Kombination mit Cash-Cow-Projekten. Definitiv nicht ähnliche Templates verwenden. Keine Spuren durch Google Adsense, Google Adwords, Google Analytics, Google Webmastertools, oder sonstige Daten, die man Google zur Datenaggregation preisgibt.
Wenn ihr euch für einen Projekt Domain Wechsel entscheidet, dann macht so viel es geht anders. Allerdings wäre ich bei dieser Variante wirklich vorsichtig ob nicht doch irgendwelche Spuren zurückbleiben mit denen Google euer Projekt (wieder-)erkennt. Abwägen von dem damit verbundem Risiko, und den Nutzen abwägen. Unter einer neuen Domain fangt ihr ohne Profil von vorn an. Null Backlinks. Das Einzige was ihr umzieht ist euere Arbeit am Content, das eigentlich nur bei wirklich größeren Projekten in Frage kommt.

Ganz einfach ausgedrückt bedeutet dies: ein Projekt hat einen Owner. Alles andere ist der Gefahr ausgesetzt früher oder später grundlos (?) abgestraft zu werden. Für Google wird jeder zum SEO der mehr als ein Projekt besitzt, so hat es fast den Eindruck.

Noch eine letzte Frage, wollt ihr mit SEO in Verbindung gebracht werden, oder wollt ihr unter dem Radar laufen? Deine Entscheidung!

Veröffentlicht in SEO

2 Kommentare

  1. Wahre Worte. Don’t panic… Wobei ich erst heute den Artikel gelesen habe, auf den sich dieser hier bezieht. Wusste gar nicht, dass es diesen Blog gibt 😉
    Für die ganzen Abstrafungen gibt es meiner Ansicht nach bislang verschiedene Gründe.

  2. Was will man denn machen? Keiner kann den neuen Google Algorithmus erraten, daher abwarten, ausprobieren, ausbügeln oder halt einfach mal „Scheisse“ sagen.

Kommentare sind geschlossen.